
Graureiher
Im Frühjahr, wenn die Bäume noch kein oder erst sehr wenig Laub besitzen lassen sich Vögel am besten beobachten. Dies gilt nicht nur für Singvögel, die bei viel Laub gar nicht oder nur sehr schwer zu entdecken, oder zumindest zu lokalisieren sind, wenn man die singen hört. Ähnlich verhält es sich auch bei großen Vögeln und das speziell beim Graureiher.
Der Graureiher brütet häufig in Kolonien, wo dann nicht nur einzelne Exemplare zu sehen sind, sondern gleich größere Mengen an Vögeln gleichzeitig. Da sich diese Kolonien in den Wipfeln von Bäumen befinden ist hier eine Beobachtung auch besonders schön im Frühjahr möglich, da die Nistbäume auch noch keine Blätter besitzen und daher die Vögel teilweise in ihrer ganzen Größe zu bewundern sind. Dazu kommt noch, dass die Männchen während der Paarungszeit besonders schön gefärbt sind und einen sehr farbenprächtigen Schnabel besitzen.
Im Normalfall fallen die Graureiherkolonien gar nicht weiter auf, aber im Frühjahr bietet es sich an eine aufzusuchen, um sie auch fotografisch festzuhalten. In Hamburg und Umgebung gibt es 2 ganz bekannte Kolonien, die eine befindet sich auf der Insel im Bramfelder See und eine noch größere Kolonie findet man am Deich unweit des Schlosspark von Haseldorf. Wenn man den üblichen Besucherspaziergang um den Schlosspark macht, dann kommt man unweigerlich auch an der Reiherkolonie vorbei.
Das Problem beim Fotografieren der Reiher, auch an ihren Kolonien, ist allerdings der Abstand. Aus dem Grunde sind auch Objektive mit langen Brennweiten von Nöten um diese beeindruckenden Vögel schön festzuhalten. Ich verwende hierfür am liebsten meine Sony Alpha 580, eine APS-C-Kamera und in Kombination mit einem 200-500mm Tele, womit man auf eine Brennweite von 750mm kommt. Selbstverständlich lassen sich solche Fotografien wegen der Verwacklungsgefahr nicht ganz einfach anfertigen. Hierzu habe ich schon wegen der Bewegung der Tiere probiert ein Einbeinstativ zu verwenden, wobei allerdings die Ergebnisse recht ernüchternd waren. Bessere Ergebnisse habe ich bei schönem Wetter und mit relativ hohen ISO-Werten erzielt, um trotzdem sehr kurze Belichtungszeiten erzielen zu können. Teilweise war es dann nötig in der Bild-Optimierung etwas Rauschen zu entfernen.